Bis jetzt hab ich das Ritual durchgehalten bis auf ein Paar Kleinigkeiten. Ich habe nicht immer Sport gemacht und nicht immer Meditiert. Japanisch workout war aber bisher immer dabei. Ich bleibe dran und erzähle euch wie ich mich so mache – ich denke auch drüber nach mal ein Video von dem ganzen Prozess zusammen zu stellen damit ihr ne bessere Vorstellung davon habt und natürlich um den Entertainmentfaktor zu erhöhen – Reality TV !
Beim japanischlernen heute Morgen bin ich auf einen sehr sehr seltsamen Satz gestoßen – zum Glück hab ich ihn mit einem Kumpel klären können der weiter ist als ich, und finde mich wieder einemal bestätigt in der Annahme, dass japanische Grammatik sehr schwammig und vage ist, und oft unlogisch (jedenfalls wenn man sie zu wörtlich nimmt).

Leider konnte ich dank eines Krankenhausaufenthalts nicht sofort den angekündigten Test machen. Heute morgen hab ich es aber endlich geschafft. Hier kurz zusammengefasst wie das Ritual heute aussah:
9:11 Aufstehen und sofort Wasser trinken
9:12 Frühstück mit Cappucchino, Toast, französischer Weichkäse, roher Brokkoli – Yummie !
Dabei las ich die TAZ von gestern -> Obama und Nedjedew wollen bis Dezember ein massives Atomwaffen Abrüstungsprogramm verabschieden. Dabei musste ich an das Museum in Hiroshima denken, das wir gesehen haben in dem ich erstmals darauf aufmerksam gemacht wurde, dass Russland mehr Atomwaffen hat als die USA (!!)
9:40 Hygieneaction: Zähne putzen, Waschen, Nasendusche
Nasenduschen rocken – vor allem für Allergiker. Aber ich denke dass auch alle anderen das mal ausprobieren sollten, denn die Nase setzt sich generell Nachts gerne zu. Nachdem man damit die Nase gereinigt hat kann man plötzlich wieder problemlos tief durchatmen und fühlt sich generell einfach gut. Try it!
9:50 Ganz, ganz lockeres Jogging zum Rhein und wieder zurück
Ich wollte es nicht sofort übertreiben mit dem “workout”, da mein Herz noch nicht ganz auf dem Damm ist. Mir gehts erst mal darum die Angewohnheit zu etablieren. Es ist übrigens geiles Wetter, allerdings ein bisschen kälter als gestern.
10:00 Eine Japanisch Aufgabe gemacht… Grammatikkrempel aus der Lektion mit den Wegbeschreibungen
ca. 10:10 Ich fange an das hier zu schreiben.
Fazit: Hat gut geklappt, auch wenn ich die Meditation vergessen habe, die noch 10 minuten in Anspruch genommen hätte, und die Reihenfolge ein bisschen verändert habe.
Alles in Allem habe ich also fast exakt eine Stunde gebraucht. Das heisst für mich also, dass ich 1/2 bis 2 Stunden bevor der Bus fährt aufstehen muss sobald das Semester wieder angefangen hat.

Mir fiel es in der Vergangenheit immer schwer, etwas aus meinen Fehlern zu lernen. Damit meine ich nicht die Theoretischen Lektionen, sondern deren praktische Umsetzung.
Vor kurzem bin ich aber auf ein kleines Goldstück der Psychologie gestossen, und zwar die Funktionsweise von Angewohnheiten.
Was mir insbesondere klar wurde, war dass sehr viele Dinge die ich tue Angwohnheiten sind – eigentlich fast alles.
Zum Beispiel ist jede kleine Handbewegung und jeder Bewegungsablauf einmal in slow-motion geübt und erlernt worden, bis er schliesslich zu einer Angewohnheit geworden ist und vollautomatisch abläuft.
So ist es auch bei allem was Ich am Tag tue – sehr viele Dinge folgen einem Rythmus der sehr schwer zu durchbrechen und sich wieder Abzugewöhnen ist.
In dem Self-Help Programm “Wake Up Productive” von Eben Pagan bin ich jetzt auf die Lösung dieses Problems gestossen. Er behauptet dort es gäbe eine psychologische Studie die folgendes herausgefunden hat:
1. Will man eine neue Angewohnheit haben, muss man sie etwa 90 Tage lang praktizieren, danach läuft sie automatisch ab.
2. Die ersten 30 Tage muss man WIRKLICH kämpfen, und das Unterbewusstsein wird sich sträuben. Dies sollte man erwarten.
3. Wenn man einen Tag Aussetzt, darf man nicht aufgeben sondern muss sofort weitermachen.
4. Nach den ersten 30 Tagen wird es immer leichter, aber bis zum Ende von 90 Tagen sollte man trotzdem kämpfen und sich z.B. Zettel aufhängen die einen an sein Vorhaben erinnern.
Das faszinierende daran ist, dass man sich bewusst ist, dass das harte Kämpfen nur 30 Tage dauern wird. Diese Aussicht auf das Ende des Kämpfens ist sehr motivierend und verhindert dass man zu schnell aufgibt.
Die Antwort auf die Frage “Wie schaffe ich es jeden Tag zu [insert vorsatz here]?” , lautet also: 30 Tage Kämpfen!
Mein Vorhaben im Moment ist, so wie der Herr Pagan vorschlägt: Ein “Morning Ritual” 30 Tage lang durchzuziehen.
Damit meint er eine Abfolge von Handlungen die man jeden Morgen durchführt, die vor allem langfristig dazu führen dass man in jeder Hinsicht viel mehr Energie hat.
Bei mir sieht dieses Morning Ritual folgendermassen aus:
1. Aufstehen – 0,5l Wasser Trinken
- Das habe ich schon mal ausprobiert und es ist toll. Man ist sofort hellwach und fühlt sich gut, denn in der Nacht dehydriert man bekanntlich ganz gut.
2. Hygieneaction und vor allem die Atemwege frei kriegen (Nasendusche, Inhalieren)
3. 15 min lockeres Workout o. einmal zum Rhein laufen und zurück
4. 15 minuten Zazen
Ich versuche noch die zugehörige Studie zu finden und poste sie dann hier.
5. Duschen und Rasieren
6. GESUNDes Frühstück (rohes Gemüse, Vitamine, lecker Käffschen – was für mich gesund ist dank niedrigem Blutdruck)
7. 15 Minuten Kopfworkout (japanisch workbook, kanji, vokabeln)
Morgen werde ich diesen Plan zum ersten Mal ausprobieren, um zu sehen wie lang ich im Bad brauche und ob ich dem Workout mehr Zeit Geben sollte.
Das Timing wird letztendlich so sein, dass ich am Ende des Rituals noch 15 minuten oder mehr Zeit habe um den Bus zur Uni zu kriegen – also ein lockeres Polster. Ich muss dafür selbstverständlich früher aufstehen, aber ich denke dass das klappt.
Eine geupdatete Version werde ich morgen posten, und berichten wie der erste Test gelaufen ist.
Bis denne!
Oh Mann was habe ich lange nichts in diesen Blog geschrieben. Lustigerweise hat sich die Besucherzahl des Blogs in der Zeit in der ich ihn achtlos in der Ecke darben gelassen habe deutlich erhöht. Vielleicht geht sie ja wieder runter nachdem ich jetzt wieder etwas geschrieben habe.
Ich hab mir mal wieder alles von Anfang an durchgelesen was ich hier geposted habe, und teilweise kamen mir die Tränen vor Lachen. Ich hatte oft ziemlich abwegige esoterische Gedanken (großartige Idee, dass PR Agenturen Visual Kei erfunden haben XDDD … es ist Romanstoff!!) aber ich bereue es nicht sie aufgeschrieben zu haben. Es ist toll sich selbst in unterschiedlichen Zeitpunkten neu erleben zu können, es ist toll sich selbst aus der Ferne betrachten und von sich selbst lernen zu können. Es ist auch toll über sich selbst und seine Trips herzhaft lachen zu können…
Ich werde diesen Blog auch in Zukunft weiter benutzen um der Welt mitzuteilen auf welchem Trip ich gerade wieder bin, welche Verschwörungstheorien ich mal wieder habe und …
… Ich werde wieder Gedichte schreiben, weil es mir Spass macht und weil mir egal ist, dass es Emo-Gayl0rd-Mädchenscheisse ist. ;D
Fuel and Fire
———
Alles ist Liebesdurstig.
Essen um zu Überleben,
Überleben wegen der Liebe.
Jeder Schritt, jeder gerührter Finger, jedes Wort
ist vom Wunsch nach Liebe getrieben.

Frame Games
———
Sobald du glaubst
du hast verloren,
hab ich gewonnen.
Ich zieh deine Welt,
mit allem was ich hab
in meine Welt.
Ein Armdrücken der Realitäten.
Führer oder Gefolge?

Test Test One Two
——
Immer und immer wieder,
greif mir ins Lenkrad !!
Du musst es tun – schon ok.
Ich halte es.
Fest – Bis zum Ende der Strasse.
Und du hast Gewissheit,
Bis zum nächsten Mal.


Dies ist die Geschichte von Erik von Markovik (der Herr rechts im Bild) besser bekannt als “Mystery”.
In seiner Schulzeit hatte er keine Freunde. Das heisst: wirklich keine Freunde. Zu Hause war er tagtäglich den gewalttätigen Streits seiner Mutter mit seinem alkoholabhängigen Vater ausgesetzt, der schließlich pflegebedürftig starb als Erik noch ein Teenager war. Seine Kindheit verbrachte er größtenteils allein in seinem Kopf, unfähig am sozialen Leben Teilzunehmen. Seine Zeit schlug er tot indem er an seinem Vic-20 Computer Dungeons and Dragons spielte, und wenn er das nicht tat, dann träumte er von einer glänzenden Zukunft als Magier. Er wollte immer im Rampenlicht stehen und David Copperfield “verschwinden” lassen, seit er ein Mal eine Show von ihm gesehen hatte. Mit 21 Jahren noch immer einsam, sozial inkompetent, Jungfrau und völlig unfähig Mädchen kennen zu lernen traf er eine Entscheidung: Er wollte alles, was auch immer nötig ist tun um ein Superstar zu werden. Jemand den die Menschen, und vor allem die Frauen lieben… jemand der seine Träume wahr macht und dabei alles in Kauf nimmt was ihm dabei physisch und psychisch im Weg steht.
Er traf diese Entscheidung und ging aus -allein – 5 Tage in der Woche – mindestens 3 Stunden pro Tag. Und er ging auf Frauen zu – hunderte – tausende Frauen. Er machte dabei sehr sehr sehr viele Fehler, und er ging durchs Emotionale Feuer. Aber: Mit jedem Tag den er ausging lernte er dazu.. er sah was funktionierte und was nicht. Er erkannte Muster. Er sah die Matrix! Und jeden Tag wurde seine Sicht auf sie klarer und deutlicher…
Er war immer noch ein Nerd. Jemand der sich selbst und andere zuviel verwissenschaftlicht, sodass er nur wenige wirkliche Freunde hatte. Er selbst sagt heute von sich, dass er eigentlich der gleiche geblieben ist, es mache ihm nur mehr Spass mit echten Menschen “warcraft” zu spielen.
Heute gilt er als einer der Mitbegründer der “Pickup Community” oder einfach nur “The Community” genannt. Viele der schönsten Frauen der Welt sind schon seinem Bann erlegen… TopModels, Playmates, Stripperinnen. Er wird der beste Pickup Artist der Welt genannt, ein moderner “Don Juan” – zumeist von Frauenmagazinen wie Marie Claire und Vogue
.
Die Pickup Community, die viele seiner Ideen assimiliert hat und aus noch weiteren “Schulen” besteht hat sich mittlerweile um den ganzen Erdball verbreitet und ist nicht nur unfassbar kommerzialisiert worden mit hunderten von DVDs und Büchern, sondern ist vor allem langsam aber sicher erwachsener geworden. Sie wird momentan zu einer Selbsthilfe-Bewegung für Männer, die sich nicht nur auf Tricks und Techniken beschränkt. Es ist eine neue Generation von Männern die herausfinden will wie man ein großartiger Mann wird, der für Frauen attraktiv ist und der Ziele auf einem glücklichen Lebensweg hat.
Ich bin kein PUA… dennoch habe viele Dinge von Mystery gelernt die mir mehr Selbstbewusstsein gegeben haben und mir die Wichtigkeit von Mut, Entscheidungsfreudigkeit und Zielstrebigkeit gezeigt haben. XD Ich geb gerne zu dass ich noch einen weiten Weg vor mir habe um ein erwachsener, cooler glücklicher (Nerd-) Mann zu werden. Jedem der auch auf dem Weg dorthin ist kann ich nur empfehlen sich mit den Gedanken der Community zu beschäftigen.
Ich persönlich beschäftige mich nicht weiter damit, denn ich hab genug – wahrscheinlich zuviel – gelernt, habe grad eine tolle Freundin (raburabu), und wie Mystery sagt “the game is played in the field”. 
Viel Spass beim lesen, lernen und neue Kraft und Inspiration fürs Leben gewinnen.
Literatur:
Mystery – The Venusian Arts Handbook (ebook)
Dieses Buch ist die Matrix. Ich empfehle jedem DRINGEND es zu lesen (auch Frauen – zur Selbstverteidigung XD) und für sich selbst die Goldstücke herauszufiltern.
Neil Strauss – The Game
Ein spannender und lustiger Roman über die Community und zugleich eine andere “Methode” vom ersten Schüler von Mystery: Neil Strauss alias “Style”.
DVDs:
David Deangelo – On being a Man
Wie geht das eigentlich mit dem “erwachsener Mann sein” heutzutage?
Inspirierend. Ein absolutes Meisterwerk, das sich mehr auf Männlichkeit und Beziehungen konzentriert.
[Dies ist KEIN wissenschaftlicher Beitrag... er basiert zu 100% auf meiner meist unbegründeten, schlecht recherchierten Meinung und sollte nicht zu ernst genommen werden ;D Hater sind mir dennoch SEHR Willkommen.]
Es war für mich schon immer faszinierend wie Menschen ticken.
Wenn meine Freunde in der Schule total fasziniert vom neuen Gameboyspiel waren, war ich in der selben Weise nicht nur dem Spiel sondern dem Sog selbst und seiner großen Rätselhaftigkeit verfallen. Dies hat niemals aufgehört… leider…
*kschhhht*
…im Volksmund ist “Visual Kei” eine aus Japan stammende Musik-”Kultur” in der die Bands sehr großen Wert auf ihr äußeres Erscheinungsbild legen und häufig in ihren Kostümen und Frisuren mit Geschlechterrollen spielen. Jede Band mit dem Anspruch sich einem so großen Publikum wie möglich zu präsentieren legt natürlich sehr großen Wert auf ihr Image. Bei Visual Kei-Bands ist der vielbeschworene “Visuelle Aspekt” der Musik meistens aber der wichtigere.
Es scheint mir, dass die japanischen Public Relations Agenturen die diese Strömung geschaffen oder zumindest gesteuert haben vorher sehr sorgfältig die psychischen Bedürfnisse junger Mädchen analysiert haben. Ich behaupte auch, dass die großen PR Agenturen in Japan sehr genau beobachtet haben, was in Europa und Amerika funktioniert hat und warum. Dies wurde dann zu einem neuen Band-Konzept verschmolzen und… verbessert…
*kschhht*
Das was Frauen von Männern am meisten wollen ist ein Gefühl von Geborgenheit und Schutz.
Es gibt mehere Möglichkeiten das zu erreichen. Eine ist ins Fitnesstudio zu gehen und Kampfsport zu machen – eine andere ist sozialen Status zu vermitteln. Visual Kei Bands setzten meistens auf letztere Methode und erreichen ihr Ziel durch Statussymbole wie extrovertierte Kostüme, Frisuren, Schmuck und Makeup. Sie schaffen Welten zu denen Frauen dazugehören wollen und sich wiederfinden können.
Mutige Männer sind meistens diejenigen, die am fähigsten sind eine Frau zu beschützen. Was kann es mutigeres geben als auf Geschlechterrollen und soziale Regeln zu scheißen und dabei standhaft zu bleiben – wenn auch nur in der Fantasiewelt einer Rock-Show? Das wirkt Wunder! Vor allem natürlich in der homophoben westlichen Welt.
*kschht – to be continued*

Feuer machen
———
Ich werd mit Dir
immer geradeaus
bis ans Meer fahren.
Und am Strand,
in der Nacht,
ein Feuer machen.
Ich halt dich in der Grenzenlosigkeit,
dreh dich mal um,
um dein Lächeln zu sehen.
Wie es im Seewind,
in der flackernden Wärme,
tanzt.
Es ist ein gottverdammtes Wunder.


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